Wie entsteht eigentlich Bioenergie?

Ein Tropfen Rapsöl

In der heutigen Zeit sind umweltfreundliche Alternativen zu konventionellen Energiequellen wie Öl, Kohle oder Atomkraft gefragt. Bioenergie gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, denn sie wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und bei der Erzeugung wird nicht mehr CO2 freigesetzt, als die zugrundeliegenden Rohstoffe für ihr Wachstum benötigen. Doch was versteht man eigentlich unter dieser biologisch erzeugten Energie? Und wie entsteht sie?

Energie aus Pflanzenabfällen

Um Bioenergie zu erzeugen, werden ökologische Energieträger genutzt. Zu dieser sogenannten Biomasse gehören in erster Linie Pflanzen und Pflanzenteile. In modernen Biomassekraftwerken kommen zum Beispiel Holzreste, Mais, Raps, Zuckerrüben oder Stroh zum Einsatz – also organische Abfälle oder auch komplette Pflanzen. In diesen organischen Quellen ist Sonnenenergie chemisch gebunden. Zum Beispiel durch einen Verbrennungsvorgang wird diese Sonnenenergie freigesetzt und kann als Wärmeenergie für Heizungsanlagen oder als elektrischer Strom genutzt werden. Neben der Verbrennung kommen noch weitere Verfahren zum Einsatz, zum Beispiel ein Vergären oder Vergasen des organischen Materials. Auf diese Weise wird Biogas erzeugt.

Grüner Strom aus Biogas

Die Umwandlung der chemisch gespeicherten Energie in den organischen Substanzen zu nutzbarer Energie wird als Biokonversationsverfahren bezeichnet. So funktionieren die Verfahren zur Herstellung elektrischer Energie aus Biomasse im Einzelnen:
– Biomassekraftwerke verbrennen die organischen Substanzen. Die dabei entstehende Wärme wird über Turbinen zunächst in Bewegungs- und anschließend in elektrische Energie umgewandelt.
– Noch effizienter, da verlustfreier, ist die Erzeugung von Biogas. Dabei werden organische Abfälle mit Hilfe spezieller Bakterien vergoren. Durch diesen natürlichen Verwesungsvorgang entsteht Gas.
Kompakte Biomasseanlagen, mit denen Biogas erzeugt werden kann, können auch im eigenen Garten zur Energieversorgung eines Einfamilienhauses eingesetzt werden. Biogas besteht zu 75 Prozent aus Methan, zu 30 Prozent aus Kohlendioxid, enthält außerdem Sauerstoff, Stickstoff, Wasserstoff und Schwefelwasserstoff. Mittels Kraft-Wärme-Kopplung kann Biogas besonders gut ausgenutzt werden. Etwa 30 Prozent der freigesetzten Energie können als elektrische Energie, ein großer Teil des Rests als Wärmeenergie genutzt werden.

Energiequelle mit guter CO2-Bilanz

Energie aus nachwachsenden, ökologischen Rohstoffen besitzt eine besonders gute CO2-Bilanz. Werden schnell nachwachsende Rohstoffe verwendet, schont dies zudem die natürlichen Ressourcen. Wer zum Thema Bioenergie noch mehr erfahren möchte, der findet z.B. unter http://www.thomaslloyd-bioenergie.de/ weitere nützliche Informationen.

Fotografie von: Thaut Images – Fotolia

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