Forward-Darlehen zur Sicherung niedriger Zinsen

Die Prolongation von Annuitätendarlehen Bei klassischen Annuitätendarlehen, die zum Beispiel für Baufinanzierungen eingesetzt werden, vereinbaren die Banken mit ihren Kunden Zinsbindungszeiten von meist zehn Jahren. Mit Ablauf dieser Zinsbindungszeit ist ein Großteil dieser Darlehen jedoch noch nicht vollständig getilgt, so dass Kreditnehmer mit ihrer Bank erneut über die Konditionen verhandeln müssen.
Grundlage für diese Verhandlungen sind die zum Zeitpunkt der Prolongation geltenden Marktzinsen sowie die Bonität des Kreditnehmers und die erneute Zinsbindungsfrist. Insbesondere dann, wenn die Zinsen im Vergleich zum früheren Darlehensabschluss gestiegen sind, müssen Kreditnehmer mit höheren Kosten für ihr Darlehen rechnen. Um dies zu vermeiden kann es sich lohnen, die Prolongation bestehender Darlehen schon frühzeitig zu vereinbaren, idealer Weise während einer Niedrigzinsphase.

Das Forward-Darlehen

Eine solch frühzeitige Prolongation kann zum Beispiel durch Nutzung von Forward-Darlehen erfolgen. Forward-Darlehen sind ebenfalls klassische Annuitätendarlehen, die jedoch nicht sofort nach Vertragsunterschrift, sondern erst Monate später ausgezahlt werden können. Die Banken bieten diese Forward-Darlehen mit einer Vorlaufzeit von bis zu 60 Monaten an, so dass die Anschlussfinanzierung also bis zu fünf Jahre im Voraus vereinbart werden kann. Mit Abschluss des Forward-Darlehens wird dann der Zeitpunkt der Auszahlung festgelegt. Ist dieser Zeitpunkt herangerückt, wird die Bank das Darlehen auszahlen und an die bisher finanzierende Bank überweisen. Die Ablösung des bestehenden Darlehens erfolgt dann im so genannten Treuhandverfahren, bei dem gleichzeitig mit der Darlehensablösung auch die Grundschuldübertragung erfolgt.

Die Konditionen von Forward-Darlehen

Wie bei klassischen Annuitätendarlehen auch werden beim Abschluss von Forward-Darlehen feste Zinsen vereinbart, die je nach Wunsch 5-20 Jahre unveränderlich bleiben. Die Zinsen für Forward-Darlehen werden anhand des allgemeinen Zinsniveaus vereinbart, zuzüglich sind allerdings Forward-Aufschläge zu berechnen. Diese können je nach Bank zwischen 0,01-0,04% pro Monat betragen. Ein Kreditvergleich kann helfen, die günstigste Bank mit den niedrigsten Zinsaufschlägen zu finden und so Kosten zu sparen. Ein Forward-Darlehen Vergleich für günstige Angebote kann auf vielen Internetseiten kostenlos und unverbindlich durchgeführt werden.

Die Vor- und Nachteile von Forward-Darlehen

Forward-Darlehen weisen sowohl Vorteile wie auch Nachteile auf. Zu den Vorteilen gehört zweifelsfrei, dass man mit diesen Darlehen günstige Zinsen für die Zukunft sichern kann. Nachteilig ist allerdings, dass ein einmal abgeschlossenes Forward-Darlehen abgenommen werden muss, auch wenn die Zinsen zwischenzeitlich stabil geblieben oder gar gesunken sind. Sollte dieser Fall eintreten, kann ein Forward-Darlehen eine teure Entscheidung gewesen sein. Nur dann, wenn die Zinsen tatsächlich steigen, können Kreditnehmer mit Forward-Darlehen sparen und das Risiko steigender Zinsen absichern.

Foto: ElenaR – Fotolia.com

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