Niedrige Zinsen nutzen – Tipps für die Immobilienfinanzierung

Jeder der bauen will, sollte das derzeit niedrige Zinsniveau für eine Immobilien- oder Baufinanzierung nutzen. So lässt sich nicht nur zu günstigen Konditionen ein eigenes Heim schaffen – Immobilien sind auch eine prima Alternative für die Altersvorsorge. Wer bereits eine Eigentumswohnung oder eine Immobilie besitzt, kann in der Niedrigzinsphase Renovierungsarbeiten oder einen Ausbau finanzieren.

Langfristig niedrige Zinsen sichern

Im ersten Quartal 2014 mussten bei einem Darlehen mit einer Zinsbindung von 5 bis 10 Jahren durchschnittlich weniger als drei Prozent Zinsen gezahlt werden. Doch einige Banken bieten jetzt auch Darlehen für die Baufinanzierung mit einer 20- bis 40-jährigen Laufzeit und fester Zinsbindung von unter vier Prozent an. Auf eine Anschlussfinanzierung kann somit ganz verzichtet werden. Normalerweise werden Darlehen mit Zinsbindung nur für maximal 15 Jahre angeboten. Doch wie das Zinsniveau in 15 Jahren aussieht, kann keiner wissen. Bei diesem historischen Tiefstand sollte nicht auf ein weiteres Absinken der Zinsen spekuliert werden. Wer schneller schuldenfrei werden will und eine höhere Tilgung finanziell abdecken kann, ist mit einem Volltilgerdarlehen gut beraten. Hier wird die langjährige Zinsbindung mit einer sofortigen Tilgung kombiniert, die zwei bis drei Prozent betragen sollte.

Riester-Sparen für die Baufinanzierung nutzen

Soll die Immobilie später selbst genutzt werden, ist ein Riesterdarlehen mit den gleichen Steuervorteilen und staatlich geförderten Zulagen wie bei der Riester-Rente ideal. Statt für die Altersvorsorge zu sparen, wird das Geld direkt für die Darlehen-Tilgung verwendet. Bereits angespartes Vermögen lässt sich alternativ als Eigenkapital einsetzen. Die Kosten für eine Immobilienfinanzierung sinken damit deutlich. Finanzberater wie die Tecis Finanzdienstleistungen AG helfen bei der Festlegung der geeigneten Finanzierungslösung.

Staatliche Förderung kann auch für altersgerechten Ausbau eines vorhandenen Hauses oder einer Eigentumswohnung genutzt werden. Altersgerechter Ausbau oder energetische Sanierungen werden von der Förderbank KfW mit günstigen Darlehen und staatlichen Zuschüssen unterstützt. Für kleinere Investitionen ist die Beantragung eines Darlehens, zum Beispiel in Kombination mit einem Bausparvertrag, relativ problemlos.

Realistisch und vorausschauend Planen

Auch wenn durch günstige Darlehen gespart werden kann, ist bei einer Immobilienfinanzierung solides Planen und eine realistische Einschätzung Voraussetzung. Dazu gehört mindestens 20 Prozent Eigenkapital, um finanzielle Engpässe zu bewältigen, sowie das Einkalkulieren von Nebenkosten, wie Baugenehmigung oder Grundkosten.

Bild: goodluz – Fotolia