Brand- und Wasserschäden an Geschäftsräumen: Wie reagiert man als Unternehmen?

Bei Feuer- oder Wasserschäden in Geschäftsräumen sollten Sie den Schaden immer von einem Sachverständigen begutachten lassen. In der Regel übernimmt die Versicherung die Kosten für die Beseitigung der Schäden. Zur Sanierung sollten Sie die professionelle Hilfe eines Fachbetriebes in Anspruch nehmen.

Die ersten Schritte zur Schadensbeseitigung

Zunächst muss man die Ursache herausfinden, die zum Brand oder Wasserschaden geführt hat. Dann muss die Feuchtigkeitsausdehnung gemessen werden. Erst wenn das Wasser zurückgegangen ist, können die Sofortmaßnahmen zur Schadenbeseitigung beginnen. Die Kosten werden von der Versicherung getragen, sofern zur Gebäudeversicherung auch eine Elementarversicherung gehört. Auch die Gemeinde sollten Sie um Gelder z. B. aus einem Hilfsfonds ersuchen. Sachverständige begutachten das Gebäude, machen Fotos und erstellen ein Sanierungskonzept. Denken Sie immer an die Beweissicherung, um Problemen mit der Versicherung vorzubeugen. Bei Hochwasserschäden können sich gefährliche Keime bilden. Daher sind bei der Sanierung Arbeitsschutzmaßnahmen und passende Kleidung, Handschuhe und Stiefel notwendig. Durchnässte Putzschichten und Böden müssen entfernt werden. Danach beginnt die technische Austrocknung aller Bauteile. Sie müsse mit mehreren Wochen Trockenzeit rechnen. Größere Schäden, insbesondere bei Schimmelbefall, müssen von Fachunternehmen saniert werden.

Schlamm und Bodenbeläge müssen entfernt werden

Nach Wasserschäden ist die Sanierung von Schimmel besonders wichtig. Bei alten Gebäuden kann es auch zu Kontakt mit Altlasten wie Asbest kommen. Auch zur Bewertung der Gefahrstoffe ist es besser, einen Fachmann zu beauftragen. Anschließend beginnt der Trockenvorgang. Akten werden zum Beispiel nach dem Gefriertrocknungsverfahren getrocknet, eventuell müssen Sie auch Sondertrocknungsverfahren einleiten. Die Geruchsneutralisierung ist neben der Trocknung ebenfalls wichtig. Nach einem Brandschaden oder Hochwasser müssen Sie das Gebäude von Schutt befreien, reinigen und das feuchte Mauerwerk entkernen. Abriss und Wiederaufbauten und alle technischen Ausbauten müssen neu ausgeführt werden. Zum Schluss wird das Inventar wiederhergestellt. Bei starker Geruchsbelastung können Raumluftreiniger helfen, welche Keime und Partikel nahezu vollständig aus der Luft filtern.

Trotz Panik: Mit Bedacht den Schaden beseitigen

Feuchte Bauteile sollten großzügig entfernt werden und die Trocknung möglichst bald beginnen. Am besten, Sie beauftragen einen kompetenten Sachverständigen zur Feststellung des Schadens sowie ein Fachunternehmen, wie zum Beispiel FL-Schadensmanagement, für die Sanierungsarbeiten. Zum Wasserschaden kann durchaus eine Keimbelastung mit Schmutzwasser hinzukommen, sodass zusätzlich Hygienemaßnahmen getroffen werden müssen.

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