Altersgefahr Versorgungslücke: Die Situation in Deutschland und Österreich

Seniorin zählt ihr Kleingeld

Zwei Länder. Zwei Systeme. Ein Problem. So lässt sich in aller Kürze die Situation bei den Renten und Pensionen in Deutschland und Österreich zusammenfassen. Niedrige Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung sorgen in beiden staatlichen Systemen der Altersversorgung dafür, dass nicht nur gesetzgeberischer Nachbesserungsbedarf besteht, sondern auch die Notwendigkeit einer parallelen privaten Vorsorge.



Hohe Versorgungslücken drohen

In Österreich stellt sich die Situation so dar, dass bei Eintritt in das Pensionsalter mit einem Einkommensrückgang von etwa 40 Prozent zu rechnen ist. Um diese Lücke aufzufüllen, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Dies sind zum einen die betriebliche und zum anderen die private Altersvorsorge. Nur wenn alle drei Säulen auf einem soliden Fundament gegründet sind, lassen sich schmerzhafte Einkommenseinbußen im Alter effektiv verhindern. Das staatliche Pensionssystem befindet sich bereits im Wandel. Eine der wichtigsten Aufgaben in diesem Zusammenhang ist die Anhebung der Lebensarbeitszeit von Frauen. Das Eintrittsalter für weibliche Pensionisten beträgt derzeit 60 Jahre und liegt damit fünf Jahre unterhalb der für Männer geltenden Grenze. Zwischen 2024 und 2033 soll eine stufenweise Anhebung erfolgen. Dagegen wird bereits 2017 die Angleichung des Eintrittsalters für Beamte gegenüber den übrigen abhängig Beschäftigten abgeschlossen sein.

Kein Ende der Reformen in Sicht

Eine langfristige Planung wie in Österreich ist in Deutschland derzeit nicht im Gange. Zwar hat auch die derzeitige Große Koalition erneut kleinere Änderungen im Hinblick auf das Renteneintrittsalter vorgenommen, ist aber vor einer grundsätzlichen gesetzgeberischen Änderung der Lage genauso zurückgeschreckt wie alle Vorgängerregierungen der letzten fünfzig Jahre. Dabei weist das umlagefinanzierte System der deutschen Rentenversicherung weiterhin den grundsätzlichen Mangel auf, dass es nur so lange funktioniert, wie genügend Beitragszahler vorhanden sind. Aufgrund niedriger Geburtsraten rechnen Experten mit einer notwendigen Zuwanderung von 200.000 Arbeitskräften pro Jahr, um den derzeitigen Standard halten zu können. Insofern ist auch in Deutschland eine parallele Form der privaten Vorsorge faktisch alternativlos.

Steuervorteile optimal nutzen

Vor allem in Deutschland gibt es seit der Regierung Schröder ein besonders ausdifferenziertes System der steuerrechtlich anerkannten Formen der Altersvorsorge. Ob es um eine Riester- oder eine Rürup-Rente geht: an einer eingehenden Beratung durch einen kompetenten Finanzberater, wie zum Beispiel Swiss Life Select (hier gibt’s weitere Informationen), führt kein Weg vorbei um im Rahmen der notwendigen privaten Vorsorge für das Alter alle steuerlichen Vorteile und möglichen Zuschüsse optimal auszunutzen.

IMG: Alexander Raths – Fotolia