Fünf Akku-Mythen auf dem Prüfstand

München – Nicht voll aufzuladen schadet dem Akku – zu oft Ein- und Ausstöpseln aber auch? Weit gefehlt, beide vermeintlichen Weisheiten gehören ins Reich überholter Akku-Mythen. Ein Überblick.

Der Memory-Effekt

Eine Batterie soll immer möglichst leer sein, bevor sie aufgeladen wird, heißt es oft. Für moderne Smartphone-Akkus gilt das aber nicht, da sie Lithium-Ionen-Akkus haben, erläutert die Zeitschrift «Connect» (9/2018). Nickel-Cadmium-Akkus hingegen können durch zu frühzeitiges Aufladen auf Dauer an Kapazität einbüßen.

Falsche Netzteile

Es gibt kein falsches Netzteil, zumindest nicht bei aktuellen Smartphones, die per USB-Kabel geladen werden. Eine vorgeschaltete Ladeelektronik lässt hier nur einen definierten Energiefluss durch. Man kann also alle passenden Netzteile nutzen und auch iPhones mit Android-Ladegeräte laden. Allerdings unterstützen nicht alle Smartphones die gleichen Schnellladetechnologien. Im Zweifel dauert es mit einem fremdem Ladegerät also länger.

Beim ersten Mal richtig aufladen

Der erste Ladevorgang eines neuen Smartphones muss nicht sonderlich lang sein, vollladen muss man das Gerät auch nicht. Diese weit verbreitete Ansicht stammt noch aus der Zeit älterer Akkutechnologien, moderne Lithium-Ionen-Akkus hingegen bekommen davon keine bessere Leistung. Man kann also beim ersten Aufladen komplett vollladen – man muss es aber nicht.

Zu oft ein- und ausstöpseln schadet dem Akku

Stimmt auch nicht. Laut «Connect» halten Akkus zwar nur eine bestimmte Anzahl an Ladezyklen durch. Ein Ladezyklus kann aber auch aus mehreren Ladevorgängen bestehen.

Immer ganz aufladen

Muss man auch nicht. Tatsächlich liegt der perfekte Ladezustand eines Akkus bei 30 bis 70 Prozent. Mehrere kurze Ladevorgänge können auf Dauer sogar besser für den Akku sein, als jedes Mal bis auf 100 Prozent aufzuladen.

Fotocredits: Andrea Warnecke
(dpa/tmn)

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