Kartendrucker: Funktion & Ausstattung

Wer kennt es nicht, im Portemonnaie tummeln sich seit einigen Jahren nicht nur EC-, Kredit- und Telefonkarten, sondern auch immer mehr Kundenkarten, Bonuskarten und Mitgliedsausweise, die mit den althergebrachten Varianten eines gemeinsam haben: die Größe und das Aussehen.

Das Scheckkartenformat

Die Rede ist daher oft vom so genannten Scheckkartenformat in Anlehnung an die ersten Vertreter dieser Art: die Scheckkarte bzw. eigentlich die eurocheque-Karte, aus der sich unsere heutigen Bankkarten entwickelt haben. Das Format ist bis heute das Gleiche geblieben: 85,60 × 53,98 mm – ISO-genormt das Ganze.Gewandelt hat sich jedoch die Nutzung und die Herstellung dieser Karten – nicht nur zum Bezahlen, auch zur Einlasskontrolle oder zum DVDs-Ausleihen nutzen wir die kleinen Plastikkarten. Und: anstatt wochenlang auf eine frisch bedruckte Karte zu warten, gibt es sie heute vielfach direkt zum Mitnehmen – moderne Kartendrucker machen es möglich.Die Geräte existieren für die verschiedensten Anforderungen, vom schwarz-weiß Kartendrucker für nur wenige Exemplare am Tag bis hin zu professionellen Hochleistungs-Vierfarbdruckern mit automatischem Karteneinzug.

Der personalisierung der Kartenrohlinge

Druckmedium sind in jedem Fall mehr oder weniger vorbedruckte Kartenrohlinge bzw. Blankocards, die im Kartendrucker personalisiert und individualisiert werden. Das kann vom einfachen Druck mit Name und Foto des Kunden bis zur verschlüsselten Programmierung eines auf oder in der Karte befindlichen Chips mit Kundendaten reichen. Auch sicherheitsrelevante Anwendungen wie Zugangskontrollen im betrieblichen oder kommerziellen Umfeld sind so umsetzbar. Ergänzt wird ein solches System jeweils von der Zugangskontrollsoftware und entsprechenden Leseterminals, die auf die verwendeten Karten abgestimmt sind.
Die Kartenrohlinge können dazu mit Magnetstreifen, RFID-Chips, klassischen Kontaktchips, Hologrammen oder Wasserzeichen versehen werden. Die Aufgabe des Kartendruckers ist stets das Bedrucken der Karten und das Programmieren etwaiger Chips. Die Geräte werden dabei wie ganz normale Tinten- oder Laserdrucker an den PC angeschlossen – USB und Ethernet sind die gängigen Schnittstellen. Beim Druck selbst kommen unterschiedliche Verfahren zur Anwendung: Thermotransfer und Thermosublimation sind die häufigsten Druckverfahren. Dazu können spezielle Re-Write-Karten wieder gelöscht und erneut beschrieben werden. Möglich macht das eine thermosensitive Schicht auf der Karte selbst, die vom Drucker angeregt wird. Farbbänder kommen in dem Fall nicht zum Einsatz

Bildrechte: openwater – Fotolia

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